Inhalt

Praxisbeispiele zu Frühen Hilfen in Thüringen

Frühe Hilfen haben in Thüringen insbesondere drei wichtige Schwerpunkte.

  • Ein Schwerpunkt ist die Entwicklung einer guten Zusammenarbeit der örtlichen Fachleute (Netzwerke).
  • Die Förderung des Einsatzes von speziell ausgebildeten Hebammen ist die zweite Aufgabe (Familienhebammen)
  • Die Einbindung von Bürgern zur Unterstützung von Familien mit kleinen Kindern ist der dritte wichtige Schwerpunkt der Frühen Hilfen (Ehrenamt).

Wie diese drei Schwerpunkte in Thüringer Landkreisen und kreisfreien Städten Familien konkret umgesetzt werden, erfahren Sie in den folgenden Praxisbeispielen.

Pressefoto Nwk Uhk 2013
Netzwerkkoordinatorin Frau Thon aus dem Unstrut-Hainich-Kreis

Was sind Netzwerke Früher Hilfen?

Damit die Unterstützung auch dort ankommt, wo sie gebraucht wird - nämlich bei den Eltern und Kindern vor Ort – arbeiten Fachkräfte aus unterschiedlichen Bereichen wie Schwangerschaftsberatung, Gesundheitswesen, Frühförderung, Kinder- und Jugendhilfe und weiterer sozialer Dienste, Familienhebammen in regionalen Netzwerken Früher Hilfen eng zusammen.
 
In diesen Netzwerken tauschen sich die Fachleute über ihre jeweiligen Angebote aus. So kann jeder Netzwerkpartner gut beraten, wo Familien die für sie passende Hilfe finden. Außerdem stimmen die Fachleute ihre Leistungen aufeinander ab und entwickeln bei Bedarf auch neue Angebote. Solche Netzwerke gibt es in allen 23 Landkreisen und kreisfreien Städten in Thüringen.
 
Die Zusammenarbeit der Netzwerkpartner in den Landkreisen und kreisfreien Städten wird von Netzwerkkoordinatorinnen und Netzwerkkoordinatoren organisiert. Diese sind die richtigen Ansprechpartner, wenn Sie sich über Frühe Hilfen und das Netzwerk Frühe Hilfen in Ihrer Region informieren wollen.
 
Hier berichtet die Netzwerkkoordinatorin des Unstrut-Hainich-Kreises von Ihrer Arbeit.
 

 

Familienhebamme Meier-Rosendorf
Familienhebammen im Einsatz

Was sind Familienhebammen?

Familienhebammen sind Hebammen mit Berufserfahrung und einer Zusatzausbildung. Sie unterstützen den engen Familienkreis des Babys. Diese Unterstützung ist bis zum ersten Geburtstag des Kindes und unter Umständen auch schon in der Schwangerschaft möglich.

Neben den Familienhebammen können auch andere Gesundheitsberufe familienbegleitend tätig werden. Das können insbesondere speziell ausgebildete Kinderkrankenschwestern oder Kinderkrankenpfleger sein.

Hier finden Sie einen Bericht aus dem Saale-Holzland-Kreis. 

nach oben

 

Was sind Projekte mit ehrenamtlich tätigen Menschen?

Ehrenamtsprojekte können sehr vielfältig sein. Engagierte Bürgerinnen und Bürger gehen dabei auf Familien zu, die über Hilfsangebote informiert werden sollen. Teilweise unterstützen sie Familien auch direkt.
 
Ein Beispiel sind die Willkommensbesuche, die in der Stadt Gera von Ehrenamtlichen durchgeführt werden.
2014 Willkommensbesuchsdienst Neu
Engagieren sich gemeinsam für die Willkommensbesuche bei den neuen Erdenbürgern und deren Eltern: Sozialdezernentin Sandra Schöneich, Angelika Nack, Simone Eger, Lutz Eger, Lutz Berger (hintere Reihe, v.l.), Christa Seifert, Monika Schmidt, Netzwerkkoordinatorin für Frühe Hilfen Susanne Pohl (vordere Reihe, v.l.), Quelle: Stadtverwaltung Gera.